Drei Beschäftigte der e-Netz Südhessen AG stehen in einem Besprechungsraum an einem Tisch mit dem Überbrückungskoffer darauf

„Das war unser gordischer Knoten“, erklärt Georg Götz, Abteilungsleiter Betrieb Strom bei der e-netz Südhessen AG in Darmstadt mit einem Schmunzeln. Ein Thema, das die Branche seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie lassen sich, wenn dafür zwingende Gründe vorliegen, Sicherungen sicher tauschen, auch ohne die Versorgung im Niederspannungsnetz zu unterbrechen? Im vergangenen Jahr konnte ein Projektteam diesen Knoten nun endlich zerschlagen. Und zwar mit dem Sicherungs-Überbrückungskoffer (SÜK), dessen Elektronik Fehler im Arbeitsablauf erkennt, Phasengleichheit optisch signalisiert und Fehlbedienung bei Phasenungleichheit verhindert – das erhöht das Sicherheitsniveau für die Fachkraft enorm. „Arbeitsschutz war und ist bei uns schon immer sehr wichtig“, sagt Götz. „Und so haben wir die zuständige Aufsichtsperson der BG kontaktiert und ihn gebeten, sich unsere Entwicklung anzuschauen.“ 

Positive Rückmeldung motiviert

Arbeiter in Persönlicher Schutzausrüstung kniet vor einem Sicherungskasten mit Dutzenden Sicherungen und setzt den Kontaktstab aus dem Überbrückungskoffer ein
Mit dem Kontaktstab und der Huckepacksicherung kann gefahrlos eine Verbindung her­gestellt werden.
Daraus wuchs eher am Rande die Idee, sich für den Präventionspreis zu bewerben. „Schon die erste Rückmeldung und die Aufnahme in den Kreis der möglichen Gewinner war eine Anerkennung.“ Umso größer die Freude und der Stolz über Platz eins. „Gute Ideen, wie wir unsere Arbeit sicherer machen, sind bei uns gelebte Praxis. Jetzt gibt es natürlich einen zusätzlichen Anreiz bei hausinternen Entwicklungen, die alle neben unserem Tages­geschäft erfolgen“, sagt Götz. Es könnte also nicht die letzte Bewerbung um einen Preis gewesen sein.

Stephan Kuhn