Hand, die durch den Stroboskopeffekt flimmert und unscharf aussieht
Wenn die Realität mit der eigenen Wahrnehmung kollidiert: der Stroboskopeffekt

Bewegen sich Objekte in der eigenen Wahrnehmung langsamer als in der Realität, spricht man vom Stroboskopeffekt. Beispielsweise können bewegte Objekte (wie die eigene Hand) mehrfach erscheinen. Eine Ursache dieses störenden Effekts ist Lichtflimmern bei LED-Beleuchtungen. Das Fachgebiet Lichttechnik der Technischen Universität Ilmenau hat im Auftrag der BG ETEM untersucht, inwieweit der Stroboskopeffekt beim Einsatz dimmbarer Büroleuchten auftritt. Dabei ließ sich kein Einfluss der Beleuchtungsstärke auf die Wahrnehmung des Stroboskopeffekts nachweisen. Die TU Ilmenau empfiehlt, bereits bestehende Grenzwerte zu ergänzen und Dimmung durch Pulsweitenmodulation mit Frequenzen unter 1.000 Hertz möglichst zu vermeiden. Generell gelten an Arbeitsplätzen die Anforderungen der Arbeitsstättenregel A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“. Diese wird aktuell überarbeitet. Seit 01.09.2021 präzisiert die EU-Verordnung 2019/2020 Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen.