Illustration einer Reihe von stehenden Streichhölzern, die sich nach und nach aneinander entzünden
Unternehmen müssen auch die psychische Belastung der Beschäftigten erfassen.

Gefährdungen entgegenwirken 

Die Gefährdungsbeurteilung ist dabei ein zentraler Ansatzpunkt. Um sie zu erstellen, müssen Unternehmen neben allen anderen potenziellen Risiken einer Tätigkeit auch psychische Belastung erfassen, bewerten und Maßnahmen zur Reduzierung der Gefährdung ableiten. Dazu kann es hilfreich sein, einen Blick über den Tellerrand des eigenen Betriebs hinaus zu werfen. 

Tool zeigt gute Praxis

Genau dabei unterstützt das Tool „Erfahrungsschatz Arbeitsgestaltung“ (ESA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): Es macht gute Praxis sichtbar und zeigt anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Branchen, wie Unternehmen die Gefährdung durch psychische Belastung im eigenen Betrieb reduzieren können. 

Porträt einer jüngeren Frau, die in die Kamera lächelt
„Es lohnt sich, Inspiration bei anderen Unternehmen zu suchen.“ Denise Wilpert, Arbeitspsychologin im Präventionszentrum Augsburg
Der ESA ermöglicht es Unternehmen so, voneinander zu lernen. Die Beispiele liefern Anregungen und Denkanstöße, um eigene Maßnahmen zur Reduzierung der Gefährdung abzuleiten. Gut gestaltete Arbeitsbedingungen wirken über den Arbeits- und Gesundheitsschutz hinaus. Sie können zu effizienteren Arbeitsabläufen führen, die Kommunikation im Betrieb stärken und die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhen. 

Wichtig: Die Maßnahmen sollten an die konkrete Belastungsursache sowie die eigenen betrieblichen Bedingungen angepasst sein. Je stärker Beschäftigte bei der Ableitung von Maßnahmen eingebunden werden, desto höher ist auch die Akzeptanz.

Erfahrungen weitergeben 

Haben Sie selbst gute Erfahrungen bei der Ableitung von Maßnahmen zur Reduzierung von psychischer Belastung gemacht? Dann senden Sie Ihre guten Beispiele per E-Mail an: wilpert.denise@bgetem.de