Die Arbeit der Selbstverwaltung findet in verschiedenen Gremien statt.

 
Hans-Peter Kern, alternierender Vorsitzender des Vorstands der BG ETEM (Versichertenseite)

Hans-Peter Kern ist Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Robert Bosch GmbH.
Das System der gesetzlichen Unfallversicherung begeistert mich immer wieder, denn hier gibt es alles aus einer Hand: Prävention, Rehabilitation, Beratung. Die Vertreterversammlung und der Vorstand sind Gremien, in denen man mitgestalten und umsetzen kann. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite arbeiten ergebnisorientiert und offen zusammen. Das Gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit der Verwaltung der BG ETEM: Wir stehen uns nicht im Weg, sondern suchen gemeinsam nach Lösungen, ergänzen uns gegenseitig. So bringen wir uns in der Selbstverwaltung aktiv in die Weiterentwicklung von Regeln und Vorschriften ein. Wir prüfen gemeinsam mit der Verwaltung der BG regelmäßig, ob sie noch aktuell und angemessen sind und wo gegebenenfalls Überarbeitungsbedarf besteht. Dabei können wir viel von unserer Praxisnähe und Erfahrung im Unternehmen einbringen. Denn eine Unfallverhütungsvorschrift bringt nichts, wenn Betriebe sie nicht umsetzen können.

Franz Donner, alternierender Vorsitzender des Vorstands der BG ETEM (Arbeitgeberseite)

Franz Donner war bis 2021 Konzernpersonalleiter der Zeiss Gruppe. Er ist Rechtsanwalt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Botschafter der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) berufen.
An der Selbstverwaltung der BG ETEM schätze ich den hohen Praxisbezug und die Fachkompetenz aller Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Das gewährleistet, dass Aspekte, Fragestellungen und Probleme aus Betrieben bei der BG ETEM ankommen. Ich verstehe uns als Team mit unterschiedlichen Hintergründen. Die Selbstverwaltung will etwas voranbringen, ihre Mitglieder brennen für ihre Themen. Und: Das System der gesetzlichen Unfallversicherung hat seit mehr als 140 Jahren Bestand, hat sich dabei permanent weiterentwickelt und ist offen gegenüber 
Innovationen. Das gilt es zu erhalten.

Cathrin Stern, alternierende Vorsitzende (Versichertenseite)

Cathrin Stern ist Leiterin Gesundheit und Umwelt bei Bayernwerk in Regensburg.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind für mich Herzensthemen. Als Mitglied der Vertreterversammlung habe ich viele Möglichkeiten, diese Themen im Sinne der Betriebe mitzugestalten. In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn in der Energiewirtschaft habe ich viel Praxiserfahrung gesammelt – sowohl in technischen Bereichen als auch in der Arbeitspsychologie. Ich kann hier das, was ich tagtäglich mitbekomme und erlebe, einbringen und somit dafür sorgen, dass Menschen nach der Arbeit gesund nach Hause gehen können. Regelungen, Vorschriften oder schlicht BG-seitige Unterstützung in der Arbeitssicherheit können Leben retten. Das motiviert mich.

Jobst Kleineberg, alternierender Vorsitzender (Arbeitgeberseite)

Jobst Kleineberg war bis Ende 2023 Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Energiewirtschaft VAEU.
Wenn es das System der gesetzlichen Unfallversicherung nicht gäbe, müsste es eigentlich erfunden werden. Sie ist der zentrale Versicherungszweig für das Berufsleben. Das Prinzip der Haftungsablösung etwa sorgt dafür, dass Betriebe im Falle eines Arbeitsunfalls nicht alleine dastehen. Dann springt die Solidargemeinschaft ein, die Unternehmen haften nicht persönlich. Wäre das nicht so, würde vor allem kleinen Betrieben bei einem schweren Unfall der Ruin drohen. Selbstverwaltung – das bedeutet für mich: Demokratie, gegenseitiger Respekt, Austausch und Zielstrebigkeit. Es geht allen Beteiligten immer darum, am Ende die beste Lösung zu finden. Das kann auch mal dazu führen, dass eine Entscheidung länger dauert. Letztlich lohnt es sich aber und ist die Basis für stetige Weiterentwicklung.

Annika Pabst