Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Vertreterversammlung stimmen durch Heben des Stimmzettels ab
Die Vertreterversammlung der BG ETEM ist paritätisch mit jeweils 30 Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitgeber- und Versichertenseite besetzt.

Wirksame Prävention

Ziel bleibt es, Mitgliedsunternehmen und Versicherte mit wirksamen Präventionsangeboten und modernen Dienstleistungen zu unterstützen – möglichst unbürokratisch und nah an der betrieblichen Praxis. Die Vertreterversammlung sieht sich dabei auch als Partner der Politik. Darauf verwies Hans-Peter Kern, alternierender Vorstandsvorsitzender: „Um Regelungen zu schaffen, die Unternehmen tatsächlich entlasten, braucht es unsere praktische Erfahrung in der betrieblichen Prävention. Sonst hat man am Ende mehr Komplexität als weniger.“

Kennzahlen im Fokus

Auch Jörg Botti, Hauptgeschäftsführer der BG ETEM, hob die Nähe zu den Mitgliedsbetrieben hervor: „Die Anzahl der Betriebskontakte der Prävention vor Ort ist seit dem Jahr 2021 kontinuierlich angewachsen und lag 2025 bei knapp 41.000“, erklärte er. Damit sei erstmals das gesetzte Ziel von 40.000 Betriebskontakten pro Jahr übertroffen. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle sank 2025 auf knapp 46.000 und damit um gut 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dagegen stieg die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle von 22 auf 28. 

Bei den Wegeunfällen registrierte die BG ETEM rund 11.900 meldepflichtige Fälle – ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent. Zudem gingen rund 6.800 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ein, knapp drei Prozent mehr als 2024.

Neuer Gefahrtarif ab 2027

Ein zentraler Beschluss der Vertreterversammlung war die Verabschiedung des neuen Gefahrtarifs. Er gilt ab dem 1. Januar 2027 und bildet die Grundlage für die Beitragsberechnung in der kommenden Tarifperiode. Damit sind die Beiträge weiterhin verursachungsgerecht und entsprechend den tatsächlichen Risiken auf die Mitgliedsbranchen ausgerichtet.

Annika Pabst