Illustration: unterschiedliche Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer bei Dunkelheit
Reflektierende Elemente an Kleidung oder am Fahrrad erhöhen die Sichtbarkeit und Sicherheit.


Zu Fuß

Fußgängerinnen und Fußgänger sind im Straßenverkehr besonders leicht zu übersehen. Ohne Reflektoren werden sie im Dunkeln oft erst aus 25 Metern Entfernung erkannt. Für ein herannahendes Auto ist der Bremsweg dann meist schon zu kurz. Reflektierende Materialien dagegen werfen das Scheinwerferlicht so stark zurück, dass Autofahrerinnen und Autofahrer Personen bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung sehen können. Das verschafft ihnen wertvolle Zeit, um rechtzeitig zu reagieren und abzubremsen. Wer mit dem Hund unterwegs ist, sollte auch an die Sichtbarkeit des Vierbeiners denken. Ein Leuchthalsband oder Blink-Anhänger sorgt dafür, dass das Tier im Dunkeln sofort aus allen Richtungen gut erkennbar ist.

Auf dem Motorrad

Zweiradfahrerinnen und -fahrer sind im Dunkeln extrem leicht zu übersehen. Reflektierende Schutzkleidung, auffällige Helme und eine einwandfreie Beleuchtung sind deshalb lebenswichtig. Eine vorausschauende Fahrweise, die mit den Fehlern anderer rechnet, sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Mit dem E-Scooter unterwegs

E-Scooter sind zwar besonders wendig, werden aber aufgrund ihrer schmalen Silhouette bei Dunkelheit leicht übersehen. Fahrerinnen und Fahrer sollten vor jeder Fahrt prüfen, ob die Beleuchtung funktioniert – und retroreflektierende Kleidung tragen. Ebenso wichtig ist eine vorausschauende Fahrweise, denn sie müssen immer damit rechnen, von Autofahrenden erst spät gesehen zu werden.

Auf dem Rad

Auf dem Fahrrad gilt: Wer nicht gesehen wird, lebt gefährlich. Radfahrerinnen und Radfahrer sollten deshalb ihre Beleuchtung regelmäßig kontrollieren (lassen). Ein weißes Licht vorne und ein rotes Licht hinten sind Pflicht. Gelbe Speichenrückstrahler sowie reflektierende Elemente an der Kleidung steigern die Sichtbarkeit massiv. Wer ältere Modelle fährt, sollte darauf achten, dass die Reflektoren noch funktionieren. So sorgen Radfahrerinnen und Radfahrer dafür, dass sie im Scheinwerferlicht von Autos sofort zu sehen sind.

Wie Unternehmen unterstützen können

Die Norm DIN EN ISO 20471 unterteilt die Anforderungen an hochsichtbare Warnschutzkleidung in drei Schutzklassen. Hier erfahren Unternehmen, wann sie welche Persönliche Schutzausrüstung bereitstellen müssen. Wer für den Privatbereich Schutzkleidung kauft, sollte sich an der DIN EN 17353:2025-12 orientieren. Betriebe können das Thema Sichtbarkeit fest in Unterweisungen und Sicherheitsinformationen integrieren. Reflektierende Give-aways sind ebenfalls sinnvoll – beispielsweise Warnwesten, Rucksackhüllen oder Klickbänder. Außerdem kann veranlasst werden, dass die Beleuchtung an Dienstfahrzeugen regelmäßig überprüft wird.