Zu Fuß
Fußgängerinnen und Fußgänger sind im Straßenverkehr besonders leicht zu übersehen. Ohne Reflektoren werden sie im Dunkeln oft erst aus 25 Metern Entfernung erkannt. Für ein herannahendes Auto ist der Bremsweg dann meist schon zu kurz. Reflektierende Materialien dagegen werfen das Scheinwerferlicht so stark zurück, dass Autofahrerinnen und Autofahrer Personen bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung sehen können. Das verschafft ihnen wertvolle Zeit, um rechtzeitig zu reagieren und abzubremsen. Wer mit dem Hund unterwegs ist, sollte auch an die Sichtbarkeit des Vierbeiners denken. Ein Leuchthalsband oder Blink-Anhänger sorgt dafür, dass das Tier im Dunkeln sofort aus allen Richtungen gut erkennbar ist.
Auf dem Motorrad
Zweiradfahrerinnen und -fahrer sind im Dunkeln extrem leicht zu übersehen. Reflektierende Schutzkleidung, auffällige Helme und eine einwandfreie Beleuchtung sind deshalb lebenswichtig. Eine vorausschauende Fahrweise, die mit den Fehlern anderer rechnet, sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Praxis-Test im Video
Der Herbst ist da und damit auch Nässe, Kälte, Dunkelheit. Was das für die Sicherheit und Sichtbarkeit von Fußgängern und Radfahrern bedeutet und wie man sich auch auf dem E-Scooter schützen kann, verrät RiskBuster Holger Schumacher im Video „Tipps für den Herbst“.
Mit dem E-Scooter unterwegs
E-Scooter sind zwar besonders wendig, werden aber aufgrund ihrer schmalen Silhouette bei Dunkelheit leicht übersehen. Fahrerinnen und Fahrer sollten vor jeder Fahrt prüfen, ob die Beleuchtung funktioniert – und retroreflektierende Kleidung tragen. Ebenso wichtig ist eine vorausschauende Fahrweise, denn sie müssen immer damit rechnen, von Autofahrenden erst spät gesehen zu werden.
Auf dem Rad
Auf dem Fahrrad gilt: Wer nicht gesehen wird, lebt gefährlich. Radfahrerinnen und Radfahrer sollten deshalb ihre Beleuchtung regelmäßig kontrollieren (lassen). Ein weißes Licht vorne und ein rotes Licht hinten sind Pflicht. Gelbe Speichenrückstrahler sowie reflektierende Elemente an der Kleidung steigern die Sichtbarkeit massiv. Wer ältere Modelle fährt, sollte darauf achten, dass die Reflektoren noch funktionieren. So sorgen Radfahrerinnen und Radfahrer dafür, dass sie im Scheinwerferlicht von Autos sofort zu sehen sind.
Unterwegs mit dem Auto
Wer bei Dunkelheit oder Nässe mit dem Auto fährt, trägt eine große Verantwortung. Deshalb gilt: Geschwindigkeit anpassen, für gute Sicht sorgen, Scheiben sauber halten – auch von innen. Eine funktionierende Beleuchtung ist jetzt wichtig. Viele Werkstätten bieten im Oktober kostenlose Licht-Tests an und sorgen für perfekt eingestellte Scheinwerfer. Noch mehr Vorsicht als ohnehin schon ist beim Abbiegen geboten: Radfahrerinnen und Radfahrer oder Fußgängerinnen und Fußgänger sind im Dunkeln noch leichter zu übersehen.
Wie Unternehmen unterstützen können
Die Norm DIN EN ISO 20471 unterteilt die Anforderungen an hochsichtbare Warnschutzkleidung in drei Schutzklassen. Hier erfahren Unternehmen, wann sie welche Persönliche Schutzausrüstung bereitstellen müssen. Wer für den Privatbereich Schutzkleidung kauft, sollte sich an der DIN EN 17353:2025-12 orientieren. Betriebe können das Thema Sichtbarkeit fest in Unterweisungen und Sicherheitsinformationen integrieren. Reflektierende Give-aways sind ebenfalls sinnvoll – beispielsweise Warnwesten, Rucksackhüllen oder Klickbänder. Außerdem kann veranlasst werden, dass die Beleuchtung an Dienstfahrzeugen regelmäßig überprüft wird.
→ info
- Sichtbarkeit bei Dunkelheit: www.bgetem.de, Webcode: 18952837
- Podcast „Ganz sicher“, Zeit zum Reflektieren: www.bgetem.de, Webcode: 25519849
- Infoseite Verkehrssicherheit: www.bgetem.de, Webcode: 13103218
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