Action für Arbeitssicherheit

Die Gefährdungen am Filmset sind so vielseitig wie die Filmprojekte selbst. Ein Seminar vermittelt, worauf es beim sicheren Dreh ankommt.

Auf diesem Foto ist ein komplettes Filmteam zu sehen inklusive Kameramann. Im Hintergrund ist die Aussenfassade einesHauses zu sehen.

Wer am Filmset arbeitet, ist bei der BG ETEM versichert. Für sie gibt es das Seminar „Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Filmindustrie“.

Die Beschäftigten von Filmproduktionsunternehmen sind über die BG ETEM unfallversichert. Dies betrifft die am Set aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle im Bereich der Organisation, Planung und Realisierung tätigen Personen. Auch Angestellte aus den Bereichen Kameratechnik und Tontechnik sind bei der BG ETEM versichert, ebenso für die Produktion engagierte Schauspielerinnen und Schauspieler.

Für Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsfachkräfte, Führungskräfte und Unternehmer aus dem Bereich Filmproduktion bietet die BG ETEM das Seminar „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Filmindustrie“ an.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Gefährdungen im Bereich der Filmproduktion zu erkennen und Maßnahmen zur Reduzierung vorzuschlagen bzw. deren Umsetzung zu veranlassen.

Hierfür werden zunächst die Aufgaben und Pflichten der einzelnen Akteure am Filmset in Bezug auf den Arbeitsschutz sowie die Grundlagen der Gefährdungsbeurteilung vorgestellt. Die Teilnehmer ermitteln anschließend die besonderen Gefährdungen und Belastungen anhand von Fallbeispielen. Sie beurteilen eigenständig die Gefährdungen und Belastungen und leiten daraus erforderliche Maßnahmen ab. Die Ergebnisse werden in Gruppen diskutiert und im Plenum eingehend besprochen.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich über aktuelle Herausforderungen bei der Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen auszutauschen. Dabei reicht die Themenvielfalt von der Elektrotechniküber Tätigkeiten mit Absturzgefahr, Lärm und Erste Hilfe bis hin zu Hubarbeitsbühnen und Kamerabewegungssystemen.

Darüber hinaus können auch Fragen zu Heben und Tragen, Ladungssicherung, Gefahrstoffe, Tiere am Set, Beleuchtung, Stative, Leitern, Tritte und der Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen gestellt werden.

Das Seminar dauert insgesamt drei Tage (1. Tag mittags bis 3. Tag mittags). Es wird auch als Aufbauseminar für Sicherheitsbeauftragte aus der Filmindustrie und als Fortbildungsmaßnahme im Rahmen des Unternehmermodells anerkannt. Für die Teilnahme wird eine der folgenden Qualifikationen vorausgesetzt:

  • Grundseminar für Sicherheitsbeauftragte oder

  • Unternehmermodell „Veranstaltungstechnik/Filmproduktion“ oder

  • Sicherheitsfachkraft oder

  • Führungskraft mit Personalverantwortung

Der nächste Termin findet statt vom 22. bis 24. Januar 2020 in Düsseldorf.

 

Kathrin Kraft, Claudia Zeder-Mannes