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Arbeiten auf Dächern

In luftiger Höhe

Illustration: Ein Mann mit Helm läuft auf einem Dach mit Solarmodulen.

Die Arbeit auf Dächern setzt eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung voraus.

Vorbereitung

  • Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung
  • Festlegung geeigneter Maßnahmen; Rangfolge:
    • Absturzsicherung
    • Auffangeinrichtung
    • Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)
  • Erstellen einer Montageanweisung mit Schutzmaßnahmen und Arbeitsablauf
  • Unterweisung der Beschäftigten
  • Bestimmung einer aufsichtführenden Person und eventuell einer Elektrofachkraft für die elektrotechnischen Arbeiten
  • Festlegen von Verkehrssicherungsmaßnahmen und Transportabläufen
  • Erstellen eines Rettungskonzepts

Während der Arbeiten

  • vorhandene Treppenhäuser nutzen oder Treppentürme oder Gerüste mit innenliegenden Leitergängen errichten
  • PSAgA nur bei kurzzeitigen Tätigkeiten oder wenn Gerüst nicht möglich einsetzen
  • Voraussetzung sind Anschlagvorrichtungen (fest verbaut oder für die Dauer der Arbeiten installiert)
  • bei stärker geneigten Dächern Hilfsmittel wie Auflegeleitern mit nach oben gewölbten Sprossen einsetzen
  • Materialtransport mit geeigneten Mitteln (zum Beispiel Kran, Aufzug)
  • zusätzliche Belastung bei Baustellenaufzügen an Gerüsten berücksichtigen
  • sichere Lagerung von Modulen auf dem Dach

Grundsätzlich gilt:

Bei Arbeiten auf Dächern sind Schutzmaßnahmen ab einer Absturzhöhe von mehr als zwei Metern unbedingt nötig.

Grafik in blau und weiß: Zwei Arbeiter mit Helmen montieren Solarmodule auf ein Dach. Einer der Arbeiter steht auf einem Baugerüst, das mit Fangeinrichtungen versehen ist.

Bei der Arbeit auf Dächern ist das Einhalten von Schutzmaßnahmen lebenswichtig. Dazu gehören auch Gerüste, Laufstege und Netze.

Absturzgefahr auf Flachdächern

(weniger als 22,5 °) in allen Bereichen mit einem Abstand von weniger als zwei Metern zur Dachkante

Lösung: Seitenschutz, Fanggerüste oder feste Absperrung im Abstand von mindestens zwei Metern von der Absturzkante

Durchsturzgefahr auf Flachdächern

bei Lichtkuppeln, Rauchklappen sowie bei Faserzementplatten, lichtdurchlässigen Kunststoffplatten, Glasdächern

Lösung: tragfähige Überdeckung, Geländer, lastverteilende Beläge, Laufstege, untergespannte Netze

Absturzgefahr auf geneigten Dächern

(mehr als 22,5 °) an allen Stellen durch Wegrutschen

Lösung: Seitenschutz, Fanggerüste oder andere Fangeinrichtungen

→ info

Ausgabe 6.2022

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