Ausgezeichnetes Verhalten

Aufgerissene und blutige Hände machten die Arbeit für Manuel Sebastiany zur Qual. Bis sein Arbeitgeber eine neuen Job für ihn fand.
Rehapreis 2018

Sie freuten sich über eine gelungene Wiedereingliederung und den Rehapreis (von links): Manuel Sebastiany (An-triebstechnik Saftig GmbH), Hans-Peter Kern (BG ETEM), Nico Saftig, Karin Jung (BG ETEM), Verena Bentele, Dr. Bernhard Ascherl (BG ETEM), Michael Thum (Antriebstechnik Saftig GmbH)

Sie freuten sich über eine gelungene Wiedereingliederung und den Rehapreis (von links): Manuel Sebastiany (An-triebstechnik Saftig GmbH), Hans-Peter Kern (BG ETEM), Nico Saftig, Karin Jung (BG ETEM), Verena Bentele, Dr. Bernhard Ascherl (BG ETEM), Michael Thum (Antriebstechnik Saftig GmbH)

Das Unternehmen Antriebstechnik Saftig aus dem rheinland-pfälzischen Plaidt erhält den Rehabilitationspreis 2018. Den Preis übergaben die scheidende Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, und Karin Jung, Vorsitzende der Vertreterversammlung der BG ETEM. Den mit 5.000 Euro dotierten Preis verleiht die BG ETEM alle zwei Jahre an Unternehmen, die sich vorbildlich in der Rehabilitation von im Beruf erkrankten oder verletzten Beschäftigten verhalten haben.

Mitarbeiter unterstützt

„Die Antriebstechnik Saftig GmbH erhält den Preis, weil sie die langwierige Wiedereingliederung eines erkrankten Mitarbeiters optimal unterstützt hat“, erläutert Johannes Tichi, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG ETEM. Bei dem Mitarbeiter war es durch den Kontakt mit Schmierstoffen, Fetten und Ölen zu schwerwiegenden Hauterkrankungen gekommen. „Meine Hände waren aufgerissen und blutig“, erinnert sich Manuel Sebastiany.

Der Betrieb hatte zunächst über Monate hinweg versucht, einen anderen Arbeitsplatz für seinen Beschäftigten zu finden. Mehrere Versuche scheiterten, auch an den neuen Arbeitsplätzen kam es zu blutigen Einrissen an den Händen. Erst als er in den Bereich Elektrotechnik kam, verschwanden die Hauterscheinungen und die Hände wurden wieder gesund.

Mit Unterstützung der BG ETEM wird Manuel Sebastiany jetzt zum Elektroniker für Automatisierungstechnik umgeschult. „Das Unternehmen hat in der ganzen Zeit immer an Herrn Sebastiany festgehalten und ihm den Rücken gestärkt“, erläutert Tichi und sagt weiter: „Das ist leider nicht selbstverständlich.“ Nicht selten würden, so Tichi, in ähnlichen Situationen Arbeitsverhältnisse beendet. Für die Betroffenen entstünden daraus Existenzängste, die sich auch negativ auf den Heilungsprozess auswirkten.

Unternehmen profitieren

Engagement in der Wiedereingliederung macht sich nach Überzeugung der BG ETEM sowohl für die Unternehmen wie auch für die Gesellschaft bezahlt. So verweist Tichi auf den Fachkräftemangel und fordert: „Es ist wichtig, dass gute Fachkräfte mit all ihrem Wissen und ihren Erfahrungen im Job bleiben können.“ Auch die Gesellschaft profitiere nach seiner Einschätzung von der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit: „Wer arbeitet, zahlt Steuern und ist nicht auf Sozialleistungen angewiesen.“

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