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Raumfahrt

Aufbruch ins All

Im Hintergrund wird als Illustration ein Weltraumflughafen gezeigt. Im Vordergrund eine Rakete auf einer Raketenrampe. Auf der Mitte der Seite ist ein Satellit abgebildet.

„Micro Space Port“: Nach dem Willen der Industrie soll sich Deutschland am Milliardengeschäft mit Satelliten beteiligen

Startplatz Deutschland

Der Bundesverband der deutschen Industrie sprach von einem „Micro Space Port“, in der Presse wurde daraus ein Weltraumbahnhof. Gemeint ist ein Weltraumflughafen. Dort starten Raketen nicht von einer Rampe, sondern werden per Flugzeug in eine größere Höhe transportiert und dann gezündet.

Zwei Standorte sind im Gespräch: die Flughäfen in Rostock-Laage und Nordholz bei Cuxhaven. Jüngst schlugen Vertreter der Raumfahrtindustrie auch Offshore-Plattformen in der Nordsee vor.

New Space

Auf 350 Milliarden Dollar pro Jahr beziffert der frühere Astronaut Prof. Ulrich Walter den weltweiten Umsatz mit Satelliten. Da diese immer kompakter würden, hätten auch kleine und mittlere Unternehmen eine Chance auf diesem als New Space bezeichneten Marktsegment. Anwendungsgebiete seien unter anderem die Landwirtschaft, Klimaforschung oder auch die Steuerung autonom fahrender Autos.

Innovation und Technik

Deutsche Technik steckt in der Internationalen Raumstation, in Satelliten und im Servicemodul des Raumschiffs Orion, mit dem die USA 2024 zum Mond fliegen wollen. 240 Mitglieder mit mehr als 110.000 Beschäftigten zählt der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Ihr Jahresumsatz: rund 40 Milliarden Euro.

Der Verband sieht sich als Innovationstreiber. Langfristiges Ziel sei klimaneutrales Fliegen. Dazu würden heute schon 90 Prozent aller Forschungsinvestitionen der Branche aufgewendet.

Für einige Raumfahrtunternehmen ist die BG ETEM zuständig – darunter Branchengrößen wie Airbus und die Ariane Group sowie Start-ups wie Isar Aerospace oder Rocket Factory Augsburg.

→ info

www.bdli.de

Ausgabe 2.2020

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