etem - Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung
Tag der Sicherheitsbeauftragten

Lust auf mehr

Auf diesem Foto sind zwei Männer mit gleichem grünen T-Shirt, die ein Messgerät im Rahmen der Hautschutzaktion anschauen und testen, während einer Veranstaltung für Sicherheitsbeauftragte. Im Hintergrund betrachtet ein anderer Mann ebenfalls das Messgerät.

Durchblick: Ein Messgerät macht im Rahmen der Hautschutzaktion „Richtiges Eincremen der Hände“ nicht eingecremte Hautstellen sichtbar.

Gleich mit der Premiere stießen die Organisatoren des Tages der Sicherheitsbeauftragten – RheinEnergie, Stadtwerke Düsseldorf und Stadtwerke Duisburg, die in der „RheinSchiene“ zusammenarbeiten – auf große Resonanz. Etwa 200 Sicherheitsbeauftragte fanden sich in der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf ein, um das breit gefächerte Angebot zu nutzen. Der Themenbereich „Arbeiten unter Spannung“ gehörte ebenso dazu wie „Verkehrssicherheit“ und „Hautschutz“. Workshops zur Rolle der Sicherheitsbeauftragten, Vorträge und Übungen ergänzten das Programm. Am Messestand der BG ETEM standen Experten zu Gesprächen bereit.

Die Veranstaltung geht zurück auf eine Initiative der Arbeitsgruppe „Arbeitssicherheit und Gefahrstoffe“ innerhalb der RheinSchiene. Sie hat die Aufgabe, die Arbeitssicherheit durch gemeinsame Konzepte und Formate zu fördern. „Nur mit gemeinsamem Engagement werden sichere Verhältnisse und sicheres Verhalten in unseren Unternehmen dauerhaft und nachhaltig Einzug halten“, sagte Hans-Günther Meier, Personal- und Finanzvorstand der Stadtwerke Düsseldorf, bei der Eröffnung.

Diese drei Männer (von der RheinEnergie und den Stadtwerken Düsseldorf und Duisburg) auf dem Foto stehen für Arbeitssicherheit. Hinter diesen Männern stehen Schaufensterpuppen bekleidet mit unterschiedlicher farbigen Arbeitsbekleidung inklusive Schutzhelmen und Sicherheitsvisier.

Diese Männer stehen für Arbeitssicherheit (v.l.n.r.): Hans-Günther Meier, Personal- und Finanzvorstand der Stadtwerke Düsseldorf, Norbert Graefrath, Personalvorstand der RheinEnergie, Axel Prasch, Vorstand für Personal- und Sozialwesen bei den Stadtwerken Duisburg. 

Sein Kollege Norbert Graefrath, Personalvorstand der RheinEnergie, ergänzte: „Durch Information, Kommunikation, Erfahrungsaustausch und verhaltensorientierte Trainings lassen sich gefährliche Situationen und Unfälle reduzieren. All das bietet der heutige Tag.“ Hauptunfallursache bleibe das eigene Verhalten, so Graefrath. Indem Sicherheitsbeauftragte Standards einforderten und Kollegen auf Fehler hinwiesen, ließe sich das Verhalten ändern und die Zahl der Unfälle reduzieren.

Jede Verletzung sei eine zu viel, erklärte Axel Prasch, Vorstand für Personal- und Sozialwesen bei den Stadtwerken Duisburg, für den dritten Organisator der Veranstaltung. „Unsere Sicherheitsbeauftragten sorgen für sichere Arbeitsbedingungen. Sie sind Zuhörer und Experten in eigener Sache und dabei stets mit den fachlichen Anforderungen und dem kollegialen Umfeld vertraut. Sie sind damit wichtige Botschafter, deren Aufgabe und Bedeutung wir noch stärker wertschätzen sollten“, so Prasch.

Kooperation RheinSchiene – gut miteinander vernetzt

Die RheinEnergie, die Stadtwerke Düsseldorf, die Stadtwerke Duisburg sowie deren Netzgesellschaften kooperieren seit 2013 erfolgreich in der RheinSchiene. Durch Austausch und Wissenstransfer begegnen die Unternehmen gemeinsam den Herausforderungen durch Energiewende und Digitalisierung, nutzen die daraus resultierenden Chancen und setzen diese gemeinsam um.

Ein Mann testet das von der BGETEM bereitgestellte CUELA-Messsystem. Dieses System erfasst Körperbewegungen mit Sensorenhilfe.

Das von der BG ETEM bereitgestellte CUELA-Messsystem erfasst Körperbewegungen mit Sensorenhilfe.

In sechs Workshops zur „Rolle der Sicherheitsbeauftragten“ kristallisierte sich heraus, was diesen nach eigener Einschätzung bei der Arbeit helfen würde. So empfanden einige Teilnehmer eine mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit durch ihre Kolleginnen und Kollegen. Auch wünschten sich die Sicherheitsbeauftragten mehr Unterstützung und Interesse an ihrer Arbeit durch Vorgesetzte. Viele teilten zudem die Einschätzung, dass weitere Sicherheitsbeauftragte in den Unternehmen nötig seien, um die Anforderungen angemessen umsetzen zu können.

Eine junge Frau schreibt etwas an eine Präsentationstafel während eines Workshops für Sicherheitsbeauftragte.

Ein Workshop war der Rolle der Sicherheitsbeauftragten gewidmet.

Positive Resonanz

Daniela Lange, Sicherheitsbeauftragte bei den Stadtwerken Duisburg: „Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich mit Kollegen aus den anderen Unternehmen austauschen und so auch einmal über den eigenen Tellerrand blicken. Auch hat mich gefreut, dass unsere Arbeit einen Tag lang im Mittelpunkt stand.“

Everhard Weingarten, Disponent im Bereich Gebäudewirtschaft und Sicherheitsbeauftragter bei der RheinEnergie: „Ich hätte mir noch mehr Zeit gewünscht, die einzelnen Angebote auszuprobieren. Es gab wirklich sehr viel zu entdecken. Einen Airbag für den Hals beispielsweise, den man beim Fahrradfahren tragen kann. Oder aber die neueste Schutzausrüstung für ,Arbeiten unter Spannung‘. Das sind ja Dinge, die man sonst allenfalls im Katalog zu sehen bekommt.“

Norbert Techet, Sicherheitsbeauftragter im Stadtwerk Düsseldorf Konzern: „Die Veranstaltung war eine runde Sache. Mir haben die vielen praktischen Übungen sehr gut gefallen. Zum Beispiel die unserer Ausbildungswerkstatt. Dort wurde gezeigt, wie man Kabel unter Spannung abisoliert. Bei der nächsten Veranstaltung wäre ich gerne wieder mit dabei.“

Auch von anderen Teilnehmern der Veranstaltung gab es ein positives Feedback. Besonders gut wurden der Informationsgehalt der einzelnen Formate, der allgemeine Austausch und die Workshops bewertet. Zudem brachte der Tag der Sicherheitsbeauftragten den Organisatoren Anregungen, über welche Fragen bei der zweiten Veranstaltung dieser Art informiert werden soll (u. a. Lärmschutz und Arbeiten in engen Räumen und Schächten).

Gelegenheit dazu wird voraussichtlich in zwei Jahren sein, wenn die Veranstaltung wiederholt werden soll. Der erste Tag der Sicherheitsbeauftragten machte jedenfalls schon mal Lust auf mehr.

 

Ausgabe 1.2019

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